• Datenschutzgrundverordnung: Händler fühlen sich schlecht gerüstet

  • Die Datenschutzgrundverordnung stellt Händler vor zahlreiche Probleme. Die neue Regelung ist seit vergangenem Jahr in Kraft und nach der Übergangszeit wird es ab Mai 2018 für Unternehmer ernst. Eine Studie des Händlerbundes zeigt allerdings, dass sich viele Händler schlecht gewappnet fühlen und sogar jeder Dritte noch nie etwas von der DSGVO gehört hat.

    Was regelt die Datenschutzgrundverordnung?

    Die Neuerungen, die mit der Datenschutzgrundverordnung für Händler einhergehen, sind sehr vielfältig und zum Teil komplex: Sie betreffen zum Beispiel – wie der Name bereits vermuten lässt – den Umgang, den Schutz sowie die Weitergabe der Kundendaten. Darüber hinaus haben sie auch Auswirkungen auf den Umgang mit Cookies und Datenpannen, die Auskunfts- und Informationspflichten von Händlern, den Newsletterversand, die Verwaltung von Auftragsdaten und, und, und…

    Zwar ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bereits im vergangenen Jahr (nämlich am 25. Mai 2016) in Kraft getreten, doch die Übergangsfrist läuft derzeit noch, sodass Unternehmen aktuell noch Zeit haben, sich auf die Änderungen einzustellen und ihre Prozesse bzw. Shops rechtssicher zu gestalten. Ernst wird es dann ab dem 25. Mai 2018 – bis dahin müssen alle Anpassungen erfolgt sein. Andernfalls drohen gemäß Art. 84 DSGVO empfindliche Strafen, die mit Sanktionen von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes geahndet werden können.

    DSGVO: Mehr als 70 Prozent der Händler wissen nicht Bescheid

    Trotz der Aussicht auf immense Strafen scheinen viele Unternehmer noch nicht angemessen vorbereitet zu sein: So hat der Händlerbund im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass fast jeder Dritte der 380 befragten Online-Händler (31 Prozent) noch nie etwas von der neuen Datenschutzgrundverordnung gehört hat. Besorgniserregend ist auch die große Zahl jener, die zwar von der DSGVO gehört haben, aber nicht wissen, was die Neuerungen beinhalten (41 Prozent). Lediglich fünf Prozent der Händler gaben an, sich bereits gut auszukennen und nur drei Prozent fühlen sich sehr gut gewappnet.

    Legt man diese Ergebnisse der Händlerbund-Studie zugrunde, so verwundert es auch kaum, dass viele Online-Händler nur wenig Sinn in der neuen Datenschutzgrundverordnung sehen: Mehr als die Hälfte kann die Lage nicht einschätzen und rund ein Viertel denkt, dass bisherige Vorschriften ausreichend sind bzw. die neue Verordnung überflüssig ist. Gerade einmal 21 Prozent halten die DSGVO für ein wichtiges Thema oder finden die Neuerung gut.

    Händler unterschätzen die Konsequenzen

    Zu guter Letzt schätzen viele Händler die Lage um mögliche Konsequenzen bei einem Verstoß gegen die Verordnung auch vollkommen falsch ein: 14 Prozent der Befragten gaben im Rahmen der Studie an, dass sie keine Strafen erwarten, wenn etwas falsch oder gar nicht umgesetzt ist. Und jeder Zehnte (11 Prozent) geht von nur geringen Bußgeldern aus. Nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) scheint das Ausmaß realistisch einzustufen und geht von hohen Geldstrafen aus, die Online-Händler bei Nicht-Einhaltung zu zahlen haben.

    Der Händlerbund hilft!

    Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung wird vielen Website-Betreibern einen enormen Mehraufwand verursachen, denn die Fehler schleichen sich oft unbemerkt ein und sind für den Laien kaum erkennbar. Als Kunde von IMAOS Online Marketing erhalten Sie mit dem Rabattcode P1032#2017 einen Nachlass von 2 Monaten auf das Händlerbund-Mitgliedschaftspaket Ihrer Wahl im ersten Jahr. Jetzt informieren!

    Alle Ergebnisse der Studie hat der Händlerbund noch einmal in einer übersichtlichen Infografik veranschaulicht:

    Datenschutzverordnung - Händlerbund Studie