Google hat zur Bewertung der User-Experience von Webseiten einheitliche Kennzahlen eingeführt, die Core Web Vitals. Neben der Ladezeit (LCP) fließen dabei die Interaktivität (FID) und die visuelle Stabilität (CLS) einer Webseite in die Bewertung ein.

Im Kern benutzerfreundlich? Das messen die Web Vitals!

Mit einheitlichen Kennzahlen will Google hohe Qualitätsstandards in puncto User Experience erreichen. Möglichst positive Nutzererfahrungen haben einen Anteil am Ranking einer Webseite. Und so geht’s:

Was bewerten die Web Vitals?

Quelle: https://web.dev/vitals/

1) LCP – Largest Contentful Paint

Bewegt sich die Renderzeit des größten Elements, im sichtbaren Webseitenbereich, bei weniger als 2,5 Sekunden, stuft Google das als gut ein. Bei einer Ladezeit zwischen 2,5 und 4 Sekunden sei eine Optimierung erforderlich. Bei Renderzeiten über 4 Sekunden ist die Webseite entsprechend der Web Vital Definition im Bereich Performance eher schlecht aufgestellt.

2) FID – First Input Delay

Dieser Wert misst die Zeitspanne von der ersten Nutzeraktivität bis zur Reaktion des Browsers. Als Referenzwert definiert Google 100 Millisekunden. Webseiten, deren FID-Wert sich darunter bewegt, punkten. Verbesserungsbedarf besteht bei FID-Werten zwischen 100 und 300 Millisekunden. Dauert die Zeitspanne zwischen Nutzeraktion und Reaktion des Browsers noch länger, ist das Kriterium FID nicht ausreichend erfüllt.

3) CLS – Cumulative Layout Shift

Für die visuelle Stabilität einer Webseite vergibt Google einen Referenzwert von 0,1 oder geringer. Je stabiler die Layout-Elemente während Nutzeraktivitäten bleiben, desto positiver.

Wo sind die Web Vitals messbar?

Wer diese Metriken zur Bewertung der eigenen Webseite nutzen möchte, hat u.a. in diesen Developer Tools Zugriff darauf:

Web Vitals sind kein KO-Kriterium

Die Web Vitals wurden von Google im Mai 2020 eingeführt. Sie basieren auf realen Nutzerdaten und Labordaten. In verschiedenen Beiträgen stellte Gary Illyes (Google) noch einmal klar, dass positive Nutzererlebnisse, welche durch die Core Web Vitals (CWV) genauer definiert werden, ein wichtiges Kriterium für das Ranking sind. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass sie als primärer Rankingfaktor bewertet werden. Im Kern bleibe es dabei, das Google den Nutzern die relevantesten und qualitativ hochwertigsten Suchergebnisse auf Anfragen darstellen möchte. (Quelle)

Was heißt das für Webmaster?

  • Schlechtere Analyse-Ergebnisse bedeuten nicht gleich ein schlechteres Ranking.
  • Die Orientierung an den Core Web Vitals kann zur Optimierung der Webseite beitragen.
  • Webseiten, die mit besonders relevanten Inhalten und guten Web Vital Kennzahlen überzeugen, können sich Wettbewerbsvorteile sichern.

Jegliche Investition in eine schnellere Webseite, die zugleich einfach und intuitiv bedienbar ist, dürfte sich demnach auszahlen und ist nicht nur im Hinblick auf nachhaltige Suchmaschinenoptimierung (SEO) ein Vorteil.

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